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Projekt: Überkleid zum Mitwachsen

09 Feb

So…. das ging schneller als gedacht: Eben habe ich die letzten Nähte an dem Auftragskleid gemacht. Jetzt muss es nur noch einmal in die Waschmaschine, und danach werden einige der langen inneren Säume per Hand fixiert.


Auftragsumriss:

Überkleid über naturfarbenes Unterkleid (dies ist bereits vorhanden)

Farben rot und blau (aktuelle Lieblingsfarben)

Material muss nicht historisch korrekt sein, lieber robust. Ich hab mich für einen roten Baumwollköper für das Kleid (ähnliche Struktur wie Jeansstoff) und grobes blaues Leinen in Leinwandbindung (für die Belege) entschieden.

Da das Mädel aktuell schneller wächst als man zuschauen kann und mit ihren zehn Jahren schon fast 1,70 groß ist (und dürr wie ein Zaunpfahl), soll das Kleid mitwachsen können. In der Länge und der Ärmellänge, aber auch etwas in der Weite. Das Kleid ist zwar weit geschnitten, aber wenn da oben mal die Pupertät einsetzt… 😉


Als Vorlage hab ich eine Tunika von mir genommen, die die Kleine auf dem letzten Markt als Notlösung anhatte, und die ich ihr mit ein paar Handnähten auf ihre Maße gekürzt hatte. So hatte ich eine perfekte Vorlage.

Et voilá, hier das Ergebnis:

Auftragsarbeit Kind (1)

Dass die Ärmel am Schulteransatz so fluffig fallen, liegt daran, dass sich auf der Innenseite gut 5cm Saum verstecken, die man noch auslassen kann. Da man die Ärmel unten nicht verlängern kann (wegen der Belege und weil es bei Trompetenärmeln schwierig ist, den Stoff im Saum zu verstecken), kann man sie hier eben oben verlängern. Das sieht innen übrigens so aus:

Auftragsarbeit Kind (5)  Dieser riesige Saum muss nach dem ersten Waschen dann noch per Hand mit Blindstich umgenäht werden, also an die Saumkante rechts im Bild, damit er den Ärmel nicht „verstopft“ und drückt.

Der untere Rand des Kleides war tricky, denn hier muss man unterhalb des Beleges verlängern. Ich wollte aber vermeiden, dass der Beleg komplett abgetrennt werden muss, wenn es denn mal so weit ist. Das habe ich gelöst, indem ich den Saum sehr großzügig umgenäht habe und dann den Beleg nicht wie einen Beleg, sondern wie eine Borte aufgenäht habe, also nicht fest mit der unteren Kante vernäht. Das heißt, man kann später die obere Saumkante auftrennen und runterklappen, die untere Saumkante bei Bedarf nochmal knapp umnähen und hat dann unter dem blauen Beleg nochmal rund 8 cm zusätzliche Länge. Und der Beleg ist dann eben eine auf Abstand gesetzt Borte.

Auftragsarbeit Kind (3)

Zu guter Letzt – ganz klassisch: weite, erst an der äußersten Kante versäuberte Seitennähte – auf die Art lassen sich da ganz nach Bedarf auch nochmal 1-2cm pro Seite gewinnen. Und durch Nahtführung kann man auch nur in Teilbereichen – z.B. Brustumfang – Stoff zugeben und den Rest schmal lassen.

Auftragsarbeit Kind (6)

Jetzt braucht die Kleine nur noch nen Gürtel und fertig ist das Geburtstagsgeschenk zum 10.

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Verfasst von - 9. Februar 2015 in Mittelalter, Nähen

 

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