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Nähsession – der Zwischenstand

24 Sep

So, ich hatte ja vor einigen Wochen meine ersten Nähergebnisse hier gepostet, und natürlich möchte ich Euch das vorläufige Endergebnis nicht vorenthalten. Leider sind die Fotos nicht sooo super, und ich hoffe, nach dem ersten Live-Einsatz in drei Wochen gibt es dann etwas schönere zu zeigen.

Also, zunächst hier meine Magierin. Wer will, kann hier nochmal lesen, was meine ursprünglichen Gedanken zu der Gewandung waren. Und ich habe festgestellt: Leicht und luftig ist einfach nicht meins. Bekomme ich nicht hin. Der Gürtel (die Corsage ist gekauft) ist aus acht Stoffteilen, die jeweils aus drei Lagen bestehen, und echt sauschwer. Aber er fällt toll. *gnihihihi*

Magierin (1)

Die Farben der Gürtelteile sind identisch mit denen des Schulterüberwurfes. Also blau mit Federmuster und grauer Taft.

Magierin (2)

Was jetzt noch fehlt: Crinkle-Bluse schulterfrei (die macht mir dankenswerterweise Xenia, ich würde es zeitlich nicht schaffen) und ein blauer Wolllodenmantel mit geschlitzen Ärmeln, der mit weißem Baumwollstoff gefüttert wird (Loden kratzt nämlich ziemlich). Und ich muss mich sehr am Riemen reißen, den nicht auch gleich mit Außenbelegen und Borte aus dem Federstoff aufzuhübschen. Das kommt erst nach der ersten Con. Außerdem braucht der Schulterüberwurf noch einen Tasselverschluss, also zwei Knöpfe links und rechts und dazwischen eine Kordel.

Eine Kopfbedeckung ist im Larp essentiell: Je doofer der Hut, desto größer der Widererkennungswert des Charakters. Hier jedoch werde ich keinen Hut oder Kopftuch nutzen, sondern eine einfache silberne Tiara ohne Schnickschnack, die durch ein Haarteil mit weißen und grauen Federn ergänzt wird. Im Sommer als Sonnenschutz kann dann in die Tiara ein dünnes Tuch geklemmt werden. Zumindest ein bisschen luftig und fiedrig muss schon irgendwo sein. 😉

Als Schmuck kommen dann noch eine silberne Halskette und ein passender Handschmuck hinzu, die orientalisch angelegt sind.


Ein wunderbares Beispiel dafür, dass bei Gewandung ganz klar das Prinzip „je mehr Schichten, desto wow“ gilt, sieht man übrigens hier bei meinem Liebsten: Die Priestergewandung ist sehr schlicht geschnitten, der Stoff ist lediglich Leinen (und ja, es sind alte Bettlaken!) und wollweiße Wolle. Optische Highlights sind das goldene Futter und die goldene Borte.

Priester

So, das wars für heute. Abschlussbilder folgen dann beim ersten Einsatz. 🙂

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11 Kommentare

Verfasst von - 24. September 2014 in Liverollenspiel, Nähen

 

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11 Antworten zu “Nähsession – der Zwischenstand

  1. nandalya

    24. September 2014 at 9:35

    Ich finde das echt toll, was du da zauberst! Und morgen mag ich dann gern ein „Zauberduell“ zwischen Magierin und Priester sehen 😀

    Weißt du, wenn ich mich verkleiden wollte, so wäre es als japanische Kriegerin. Lederrüstung, Kettenhemd, Katana. Wo sind die Schufte? 😉

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    • susepedia

      24. September 2014 at 10:10

      Hihi, danke! Das mit dem Zauberduell wird wohl eher unwahrscheinlich, dafür ist der Priester zu friedlich. Und meine Zauberaurüstung ist noch nicht da, Fächer und Blitzlicht hängen noch bei der Post. *seufz*

      Na, japanische Kriegerin würde dir gerantiert super stehen. Ab und an tauchen asiatisch angelegte Charaktere auf, die sind aber recht selten. letzes Con hab ich einen getroffen:

      *klick*

      Die Rüstung ist genial gemacht, bunte Kordel und darunter Metalllamellen. Ich hab keine Ahnung, wie authentisch das ist, aber es sah super aus.

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      • nandalya

        24. September 2014 at 10:17

        Sagen wir mal so: Ähnlichkeiten sind bei der Samurai-Rüstung durchaus vorhanden 😉 Alle Details bekommt man aber kaum hin.

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      • susepedia

        24. September 2014 at 10:24

        Das ist klar, das ist ja schon bei europäisch-mittelalterlichen Charakteren so. dafür gibt es dann ja Reenactment oder Living History, da kann man so genau sein, wie man Lust hat. 🙂 Aber beim larp muss ein Stück weit auch der Praktikabilität Rechnung getragen werden. Meine Hochmittelalter-Wollklamotte würde ich auch nicht tragen, wenn ich weiß, dass ich mich in den Dreck werfen muss. 😉

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  2. waldstern

    24. September 2014 at 9:36

    Aha, das Ganze bekommt Gesicht und Kontur. Fragte mich schon, wozu der Bolero gehört.

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  3. Molly L.

    24. September 2014 at 11:46

    Wow! Ich bin schwer beeindruckt, liebe Susepedia! Waaahnsinn! Nur eine kleine Frage: Warum zeigst Du nicht etwas mehr Ausschnitt? *duckundweg* 😉

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    • susepedia

      24. September 2014 at 12:16

      Dafür kommt die Bluse, die noch in Arbeit ist… das hier war nur eine Notlösung fürs Foto… 🙂

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      • Molly L.

        24. September 2014 at 12:25

        Ach so? Sieht echt klasse aus, auch das „Kostüm“ Deines Liebsten! 🙂
        *angesichtsEurerNähkünsteneidvollerblass*

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      • susepedia

        24. September 2014 at 12:39

        *hüstel* Gewandung *hüstel*
        Aber danke für die Blumen. 🙂 Wenn du mal was für Fasching brauchst, für die Kinder oder so… wir spielen ohnehin mit dem Gedanken, uns da nebenbei ein kleines Gewerbe aufzubauen. 😉
        Na gut, ICH spiele damit. Für die Elternzeit und so… irgendwann mal… *zwinker*

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  4. Molly L.

    25. September 2014 at 10:52

    „Gewandung“? Jaja, kaum steckste mal 3 oder mehr Leutchen zusammen etwas zu tun, was nicht alle tun, und schon nach kürzester Zeit entwickeln sie eine „Expertensprache“ und errichten eine „Inner-group“. Ein höchst interessantes Phänomen menschlicher Abgrenzung. *grummelgrumpf* 😛 😉

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    • susepedia

      6. Oktober 2014 at 11:17

      Hm, das stimmt, Sprache ist halt ein tolles Mittel, um sich als Gruppe abzugrenzen. War auch vor 100 Jahren mal das Thema meiner Magisterarbeit.
      Aber „Gewandung“ klingt halt einfach besser als „Verkleidung“ oder „Kostüm“. Und es trifft den Kern auch besser, denn es ist ja eher eine Wandlung, die man mittels der Kleidung durchmacht, und keine Kostümierung.

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